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 Wie ein Moment dein ganzes Leben verändern kann

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BeitragThema: Wie ein Moment dein ganzes Leben verändern kann   Sa März 10, 2012 3:29 am

Huhu Smile
Hier stelle ich euch meine Geschichte vor.
Bis jetzt sind 2 Kapitel fertig! Smile
RECHTE: Liegen bei mir (Svenja R.)

Kleine Einleitung in die Story:
In der Geschichte geht es um die 16-jährige Eleyna. Sie wacht alleine in einem Krankenhauszimmer auf. Sie hat keine Ahnung wer sie ist, wo sie ist und was sie dort macht. Nachdem sie an der Tür lauscht, erfährt sie, dass sie bei einem tragischen Autounfall,welcher Eleynas Eltern das Leben gekostet hat, ihr Gedächtnis verloren hat. An nichts mehr kann sie sich erinnern. Weder an ihr Zuhause, noch an ihre Freunde.
Wie sich Eleyna zurück ins Leben kämpft, und ob sie ihr Gedächtnis jemals wieder findet könnt ihr hier lesen!

1. Kapitel
Sie hörte eine ihr unbekannte Stimme. Sie war beruhigend, und irgendwie doch gar nicht fremd. Das Mädchen lauschte der Stimme, sie war ganz klar die eines jungen Mannes. „Es ist ein Wunder, dass sie überlebt hat. Aber eigentlich ist es total irreal. Bei so etwas kann ein Mensch einfach nicht überleben!“ Über diese Worte dachte das Mädchen eine Weile lang nach. Er konnte nur sie meinen. Außer ihr war niemand im Zimmer. Naja, außer ihm und einer Frau im weißen Kittel. Wobei sollte sie überlebt haben? Was war überhaupt passiert? Und wo zur Hölle war sie hier? Verzweifelt suchte die Antworten auf ihre Fragen.

Die behutsame Stimme schien näher zu kommen. Wer war bitte schön dieser Mann im weißen Kittel? „Sie ist wach“ hörte sie ihn leise zu der Frau im Raum sagen. Dann beugten sich die Zwei über sie. Sie fühlte sich unwohl. Was war mit ihr? Und wo war sie hier? Auf keine ihrer endlosen Fragen, die in ihrem Kopf schwirrten, konnte sie sich eine Antwort geben. Der weißkittlige Mann sprach wieder. Und erst jetzt bemerkte sie, dass ihr Kopf pochte. Es war, als würde er im nächsten Moment explodieren. Ihre Ader pulsierte förmlich. „Hallo. Ich bin Dr. Martens. Und du bist Eleyna, richtig?“ Sie musste sich wirklich konzentrieren, denn ihr Kopf pochte so laut, dass sie beinahe seine Frage nicht mitbekommen hätte. Eleyna. Wer war denn Eleyna? Diesen ungewöhnlichen Namen hatte sie ja noch nie gehört. Mh.. Eleyna. Da musste der Arzt sie wohl verwechseln. „Ähm Hallo. Wo bin ich denn hier? Und was mache ich hier? Wo sind meine Eltern? Und wer bitteschön ist Eleyna?“ fragte sie, denn die Fragen sprudelten aus hervor wie ein Wasserfall. Sie wollte den Arzt nicht bedrängen, aber sie wollte Gewissheit. Dr. Martens bekam einen ziemlich verschreckten Gesichtsausdruck. Irgendwas stimmte mit ihr nicht, dass wusste sie ganz genau. „Ich erkläre dir später alles!“ brachte der Doktor heraus, eher er sich die Frau schnappte und vor die Tür ging.

Jetzt war ihre komplette Neugier geweckt. Sie wollte wissen, was mit ihr los war. Wo sie hier war. Man, sie hatte doch ein Recht darauf, zu erfahren, was los war. Vorsichtig stieg sie aus dem unbequemen Bett. Sie hatte fürchterliche Rückenschmerzen. Vermutlich lag sie schon längere Zeit hier. Nachdem sie sich aufgerappelt hatte stöhnte sie kurz. Eine Schwindelattacke überkam sie. Im letzten Moment hielt sie sich am rustikalen Holztisch fest, der vor das Fenster gestellt war. Tief atmete sie durch. Wenn sie sich nun nicht beeilte, würde sie das Wesentliche verpassen. Sie wollte doch einfach nur wissen, was mit ihr los war. War das etwa zu viel verlangt? Sie sammelte ihre letzten Kräfte und ignorierte die sich schon anbahnende Schwindelattacke einfach. Sie wollte Gewissheit. Vorsichtig schlich sie zur angelehnten Tür, und konnte die Worte von Dr. Martens ganz genau und klar verstehen. Doch was sie nun hörte, hätte sie am liebsten gar nicht gehört.

2. Kapitel
Die Kräfte verließen das Mädchen. Was sie da grade gehört hatte war zu viel für sie. Es war, als würden ihre Beine plötzlich zu Pudding werden. Sie fühlte sich, als würden ihre Beine an Gefühl verlieren. Und dann fiel sie um. Einfach auf den Boden. Sie fühlte eiskalten Stein an ihrem Kopf. Sie schloss die Augen, und hoffte, dass ihr Leben nun auch zu Ende war. Welchen Grund hatte sie denn jetzt noch zum Leben? Sie blieb einfach auf dem Boden liegen, und hoffte nicht mehr zu leben. Denn sie sah keinen Grund. Und wenn sie noch lebte, dann würde sie hier wohl bald irgendjemand finden. Vielleicht Dr. Martens. Vielleicht die andere Frau im weißen Kittel, von der sie immer noch nicht wusste, wer sie war. War es ihre Mutter? Nein, die würde sie doch erkennen. Und außerdem, wieso sollte ihre Mutter einen weißen Kittel tragen? Das war vollkommen unlogisch. Ihre Stirn pochte wieder wie verrückt, und sie beschloss, einfach den Kopf auszuschalten und hier liegenzubleiben, bis sie jemand fand. Wenn sie denn überhaupt noch lebte. Dessen war sie sich gar nicht mehr so sicher.

Leise nahm das Mädchen Gemurmel wahr. Diese unbekannte Stimme, die ihr doch so vertraut war. Ein kurzer Moment des Nachdenkens, in ihrer pochenden Stirn, und sie wusste wieder, dass es die Stimme von Dr. Martens war. Er kam auf sie zu. Und legte ihr seine angenehm kühle Hand auf die Stirn. „Hallo Eleyna. Ich denke, es gibt einiges, was wir dir erklären müssen.“ Nur leise drang seine Stimme zu ihr durch. „Ich glaube auch. Aber ich bin doch gar nicht Eleyna!“ versuchte sie zu erklären. Dann fiel ihr wieder ein, was sie durch Lauschen mitbekommen hatte. „Es ist schlimmer als ich dachte. Eleyna hat ihr komplettes Gedächtnis verloren. Sie erinnert sich nicht an den Unfall. Nicht an den Tod ihrer Eltern. Nichtmal an ihren Namen. Ich glaube, wir haben ein ganz großes Problem!“ Irgendwie sowas hatte er gesagt. Genau konnte sich Eleyna – wenn die überhaupt Eleyna war – nicht mehr erinnern. Tränen stiegen ihr in die Augen. Das hieß wohl, dass ihre Eltern gestorben waren. Aber wobei denn? Und wieso lebte sie noch? Und wieso konnte sie sich einfach an nichts mehr erinnern? Es war, als wäre ein Loch in ihrem Kopf. Ein Leck, das niemand stopfen konnte. Das fehlende Teil eines Puzzles. Es war ein unheimlich komisches Gefühl, welches Eleyna sofort loswerden wollte. Jetzt kullerten ihr die großen Tränen über den Wangenknochen. Sie wollte ihre Eltern sehen. Ein stechender Schmerz stach in ihre Brust. Ihre Eltern konnten doch nicht von einem Moment auf den Anderen nicht mehr da sein. Nein, sie musste sich einfach verhört haben. Sie wollte jetzt sofort die ganze Wahrheit von Dr. Martens hören, oder sie würde gleich durchdrehen. Aber als erstes wollte sie wissen, wer sie überhaupt war.


Dr. Martens setzte sich zu ihr an die Bettkannte. Schnell wischte sich Eleyna mit dem Handrücken über das nasse Gesicht. „Eleyna, es ist wirklich nicht schlimm wenn du weinst. In dieser Situation ist das völlig normal. Aber du weißt ja noch gar nicht alles. Ich denke, ich werde gleich mal anfangen dir alles von Anfang an zu erzählen. Natürlich nur wenn du das wissen möchtest. Achja, nenn mich übrigens Stephan.“ Sie nickte kurz. Ihr Nicken galt dem, dass er ihr alles erzählen sollte. Bis ins kleinste Detail. Nur zum Sprechen war das Mädchen grade nicht in der Lage. Während die Tränen weiterliefen, wartete sie, bis Stephan mit dem ganzen Vorfall rausrückte.

„Also, es war so. Du saßt mit deinen Eltern in eurem Auto. Leider weiß ich nicht wo ihr hinwolltet. Aber das ist ja auch egal. Jedenfalls ist ein Auto auf der falschen Spur gefahren. Euch direkt entgegen. Dein Vater konnte leider nicht mehr bremsen, denn das andere Auto fuhr viel zu schnell. Das gab einen schrecklichen Unfall. Euer Auto ist sofort in Flammen aufgegangen. Deine Eltern haben dich versucht zu retten, aber es war fast unmöglich. Du warst bereits ohnmächtig. Dann sind einige Helfer gekommen, doch für deine Eltern war es zu spät. Sie waren zulange ohne Sauerstoff. Sie sind noch am Unfallort gestorben, während du mit einer Gehirnerschütterung und schwersten Verbrennungen zu uns kamst.“ Kurz schaute Eleyna an sich herunter, und realisierte erst jetzt die Verbrennungen an Armen und Beinen. Sie musste schlucken. Es sah wirklich schrecklich aus. Wenigstens wusste sie jetzt, woher die schrecklichen Kopfschmerzen kamen. Mit einem Schlag wurde ihr klar, dass sie eigentlich am Tod ihrer Eltern Schuld war. Nur weil ihre Eltern sie retten wollten, waren sie gestorben. Mit diesem Gedanken musste Eleyna bitter anfangen zu weinen. Sie war eine Mörderin. Sie schluchtzte laut. Ein Leben ohne ihre Familie hatte doch keinen Sinn mehr. Wen hatte sie denn jetzt noch? Stephan legte ihr behutsam eine Hand auf den Rücken und fuhr fort. „Nachdem du bei uns eingeliefert wurdest, mussten wir dich für zwei Wochen ins künstliche Koma versetzen. Dann bist du vorhin aufgewacht. Und wir mussten leider feststellen, dass du nicht nur eine Gehirnerschütterung hast. Dein komplettes Gedächtnis ist weg. Du erinnerst dich weder an deinen Namen, noch an den Tod. Du weißt nicht wo du hier bist, und du wirst dich auch nicht an deine Freunde erinnern können. Jedenfalls ist dein Name Eleyna Webbster, und du bist 16 Jahre alt. Deine Eltern hießen Hazel Webbster und Adam Webbster. Bis jetzt hat sich keiner deiner Freunde, und auch niemand deiner anderen Verwandten bei uns gemeldet. Sobald wir neue Informationen haben, werden wir dich informieren.“ Das musste Eleyna jetzt erstmal verdauen. Wieso kam ihr ihr Name so unbekannt vor? Weder an ihren Namen, noch an den ihrer Eltern konnte sie sich erinnern. Auch an ihre Vergangenheit hatte sie keinerlei Erinnerungen mehr. Wo war sie zur Schule gegangen? Wer waren ihre Freunde? Wo wohnte sie? Es war, als hätte sie nie gelebt. Die Tränen liefen ihr weiterhin über die Wange. Sie wollte nicht mehr aufhören zu weinen. Sie wollte ihre Eltern zurück. Ihre Erinnerungen. Ihr altes Leben. Wieso musste sich nur alles ändern? Sie drehte sich auf den Bauch und schluchzte laut in ihr Kissen.

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